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Schulische Leistung gilt als wichtiger Faktor für den weiteren (beruflichen) Lebenslauf und Erfolg der Zukunft. Darum kommt oft die Frage auf, welche Einflussfaktoren dazu beitragen, dass sich Kinder und Jugendliche in ihrer Schulleistung unterscheiden. Bisherige Forschungsergebnisse zeigten einen bedeutsamen Zusammenhang von kognitiven Fähigkeiten, Gewissenhaftigkeit und der positiven Einschätzung der eigenen Fähigkeiten mit schulischer Leistung.
Das heißt aber nicht, dass schulische Leistungen bereits bei der Geburt vorbestimmt sind, denn auch der genetische Anteil wird durch die soziale Umwelt und individuelle Erfahrungen darin über die Lebensspanne vermittelt (sogenannte Gen-Umwelt-Interaktion). Während der Einfluss der Gene auf Unterschiede in Schulnoten bei einem Anteil von etwa 43 % bei den 11-jährigen und ca. 50 % bei den 17-jährigen liegt, sind vor allem spezifische, nicht-geteilte Umwelteinflüsse in ähnlichem Maße relevant. Die Ergebnisse bestätigen die Bedeutsamkeit der drei Eigenschaften (kognitive Fähigkeiten, Gewissenhaftigkeit und positive Einschätzung der eigenen Fähigkeiten) und zeigen, dass sie auch zusammengenommen je einen eigenen Anteil an den Unterschieden in schulischer Leistung erklären können. Die Befunde können dazu beitragen, Unterschiede im Bildungserfolg besser zu verstehen. Ein ausgeprägteres Bewusstsein für insbesondere auch intrafamiliäre Unterschiedlichkeit ist hilfreich bei der Entwicklung von effektiven sozialpolitischen Maßnahmen und schulischen Interventionen zur Verringerung von sozialer Ungleichheit.



