Forschung

Satellitenprojekte

Was ist ein Satellitenprojekt?

Bei einem Satellitenprojekt wird externen Wissenschaftler*innen die Möglichkeit gegeben, qualitative oder quantitative Daten von im Projekt befragten Personen zu erheben. Dabei sind verschiedene Fördergeber und Projektträger verantwortlich.

Ziel ist es, durch die Assoziation mit Satellitenprojekten, Netzwerke sowie erweiterte Verwendungsmöglichkeiten der Forschungsdaten und -Ergebnisse zu schaffen.

Sind auch Sie an einem Satellitenprojekt mit TwinLife interessiert? Lassen Sie es uns wissen, indem Sie uns eine E-Mail mit Ihrer Forschungsidee zukommen lassen!


Aktuelle Satellitenprojekte:

TECS LogoDie Corona-Pandemie hat seit Anfang 2020 große Veränderungen im alltäglichen Leben der Menschen hervorgebracht. In verschiedenen Lebensbereichen sind neue Belastungen, aber auch  Verschärfungen bereits bestehender Belastungen entstanden - sei es auf der Arbeit, in der Ausbildung, der Schule oder bei der Kinderbetreuung. Wie sich diese Erfahrungen auf das Leben der Menschen ausgewirkt haben, wird im Rahmen des  Satellitenprojekts TECS (‘TwinLife Epigenetic Change Satellite’) untersucht. Darin gehen wir zusammen mit Wissenschaftler*innen des Instituts für Humangenetik des Universitätsklinikums Bonn und des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München der Frage nach, ob sich die Erfahrungen von Belastungen auch auf die Gen-Aktivität auswirken.

Um zu untersuchen, inwiefern die Belastungserfahrungen durch die Corona-Pandemie auf die Aktivität einzelner genetischer Teilbereiche eingewirkt haben, mussten wir eine zweite Speichelprobe von den Teilnehmer*innen der TwinLife-Studie nehmen. Denn nur ein Vergleich von zwei Speichelproben zu verschiedenen Zeitpunkten erlaubt es uns nachzuprüfen, ob bestimmte Teile des Genoms ihre Aktivität verändert haben.

Die Entnahme der zweiten Speichelprobe fand erst vor kurzem statt. Die genetischen Daten aus diesen Proben werden auch diesmal wieder von Wissenschaftler*innen am Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums Bonn gewonnen und liegen voraussichtlich ab Frühjahr 2022 vor und stehen für die ersten epigenetischen Untersuchungen zur Verfügung.

Auf der DFG-Forschungskonferenz "Pandemics" haben wir im November 2021 unser Forschungsvorhaben mit einem Poster vorgestellt. Den Beitrag können Sie sich ➔hier ansehen (in englischer Sprache).
Wir alle sind in sozialen Gefügen wie etwa der Familie, der Schule oder dem Beruf eingebettet, die einen vielfältigen und individuell unterschiedlichen Einfluss auf unsere Lebensqualität nehmen. In dem Satellitenprojekt ImmunoTwin (‚Long term immunological consequences in adversity-divergent twins‘) beleuchtet das Team Bielefeld gemeinsam mit dem Luxemburg Institute of Health (LIH) und der Universität Luxemburg, wie sich konkrete Stressfaktoren in unserer sozialen Umgebung (z. B. die Erfahrung von Armut oder prekären Arbeitsbedingungen) auf unsere Gesundheit auswirken. So widmet sich das Projekt unter anderem der Frage, inwieweit Stressfaktoren aus sozialen Umgebungen zu einer verfrühten Beeinträchtigung des Immunsystems führen und chronische Krankheiten verursachen können, die normalerweise erst im höheren Alter auftreten.

Etwaige Veränderungen des Immunsystems werden dabei mit Hilfe molekularer Daten von 200 bereits volljährigen Zwillingspaaren aus der Twinlife-Studie in den Blick genommen. Dabei bündelt das ImmunoTwin-Projekt Expertisen aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen – der Medizin, der Psychologie, der Soziologie und der Ökonomie – um Erklärungen für die Entwicklung von bestimmten Gesundheitsrisiken zu finden.

Abgeschlossenes Satellitenprojekt:

  • "K2ID"
    K2ID war das erste TwinLife-Satellitenprojekt und steht für "Kinder und Kitas in Deutschland". Dabei handelt es sich um eine Erweiterung des Projektes "Early childhood education and care quality in the Socio-Economic Panel" (K2ID-SOEP).  Wenn Sie mehr über dieses tolle Projekt erfahren möchten, gelangen Sie ➔hier zur Homepage.