Wissenswertes

Wie entstehen Zwillinge?

Menschliches Leben entsteht aus einer Zelle. Eineiige (monozygote) Zwillinge entstehen aus einer einzigen befruchteten Eizelle, die sich früh in ihrer Entwicklung in zwei Teile trennt. Genetisch betrachtet sind eineiige Zwillinge daher identisch, man könnte sie daher auch als natürliche Klone bezeichnen. Werden zwei Eizellen von je einer Samenzelle befruchtet, wachsen im Körper der Frau zweieiige (dizygote) Zwillinge heran. Diese unterscheiden sich in ihren Erbanlagen wie gewöhnliche Geschwister, sie teilen also durchschnittlich 50% ihrer Gene. Dies bedeutet bezogen auf ein spezifisches Geschwisterpaar, dass dieses mehr oder weniger als 50% seiner Gene teilen kann. Doch nicht nur die Gene haben einen Einfluss auf die Entwicklung – zu der Person, die wir sind, werden wir auch durch den Einfluss der Umwelt. Insofern sind Zwillinge, gerade eineiige, sich zwar zum Teil erstaunlich ähnlich, identisch sind sie, wenn man sie als Gesamtperson betrachtet, jedoch nicht.

Wie häufig sind Zwillingsgeburten?

Die Häufigkeit von Zwillingsgeburten in Deutschland liegt bei ca. 1,2% (1:85). Dabei ist 1/3 der Zwillingspaare eineiig und damit gleichgeschlechtlich, 1/3 ist zweieiig und gleichgeschlechtlich und 1/3 ist zweieiig und gegengeschlechtlich. Außerdem kann die Neigung, mehrere Eizellen zu produzieren und somit zweieiige Zwillinge zu bekommen, bei Frauen rezessiv vererbt werden. Das heißt: Hat eine Mutter in ihrer Familie zweieiige Zwillinge, so steigt die Möglichkeit, dass sie selbst Mehrlinge zur Welt bringt. Für eineiige Zwillinge gilt dies jedoch nicht. Außerdem wird die Häufigkeit von Mehrlingsgeburten durch künstliche Befruchtung erhöht, weil der Mutter dabei mehrere Eizellen eingesetzt werden.
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